Wiki – ein erster Versuch

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Was ist ein Wiki?

Hat das mit den starken Männern aus Flake zu tun?

Nein, natürlich in unserem Fall von Wissensmanagement nicht.

Wikipedia erklärt uns, dass „Ein Wiki (hawaiisch für „schnell“), seltener auch WikiWiki oder WikiWeb genannt, eine Website ist, deren Inhalte von den Besuchern nicht nur gelesen, sondern auch direkt im Webbrowser bearbeitet und geändert werden können.“ (Quelle: Wikipedia)

Ein Wiki ist demnach eine webbasierte Software, die ein kollaboratives Arbeiten zu bestimmten Inhalten möglich macht.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Wissensmanagement-Methoden“ mussten wir Studierenden bei Frau Riedl im Team mit der Software „Mediawiki“ ein eigenes Wiki erstellen.

 Hier folgt mein Abschlussbericht

Beschreiben Sie die grundlegende Idee und die Zielgruppe für Ihr Wiki.

Ergänzend zu unserer Veranstaltung „Wissensmanagement Methoden “ hat sich meine Gruppe für ein Wiki zum Thema „Workshops gestalten“ entschieden. Da in meiner Gruppe ausschließlich Pädagogen waren, wollten wir ein Thema finden, dass uns beruflich unterstützt und im Studium Angewandtes Wissensmanagement einzusetzen ist.

Unser Thema soll Personen mit Informationen versorgen, die vorhaben, einen Workshop zu gestalten bzw. zu organisieren.

Wie heißt Ihr Wiki (URL)?

https://wikid.iukp.bimk16.ditm.at/wiki/index.php/Main_Page

Welche konzeptionellen Überlegungen / welche Vorüberlegungen haben Sie angestellt?

Die Suche nach einem geeigneten Thema ergab, dass wir Sinnvolles mit Nützlichem verbinden wollten. Ein Quäntchen Fun sollte auch dabei sein.

„Workshops gestalten“ – gehört für Pädagogen zum täglichen Brot und stellt vielleicht andere vor Fragen – somit war die Themenfindung für alle sehr zufriedenstellend. Nun formulierten wir unsere Zielgruppe genau. Diese umfasst ein weites Spektrum und soll somit Workshopleiter ansprechen, die ganz am Beginn ihrer Karriere stehen, ebenso wie Workshopleiter, die auf der Suche nach neuen Ideen sind.

Die Startseite unseres Wiki enthält grundlegende Informationen zum Thema „Workshops gestalten“.

Ein Inhaltsverzeichnis, das auch verborgen werden kann, gibt einen schnellen Überblick über die erste Seite.

Einleitende Worte geben einen kurzen Einblick über das Thema.

Die Überschrift zweiter Ordnung „Zur erfolgreichen Durchführung eines Workshops, können folgende 7 Punkte sehr hilfreich sein“, stellt wesentliche Vorüberlegungen dar.

Verwendete Literaturangabe, das Impressum, Bildnachweis der am Wiki integrierten Bilder und die Datenschutzerklärung sind auch auf der Main Page angeführt.

Da jeder von uns ein Teilgebiet unseres Wikis übernehmen wollte, haben wir genügend Unterpunkte auf der Startseite gewählt.

Jeder Unterpunkt enthält:

  • Links zu weitere Unterpunkten
  • Bilder
  • Externe Links

Reflexion

Was haben Sie generell über Wikis gelernt

Von der FH-Burgenland bekamen wir die Infrastruktur zur Erstellung des Wikis zur Verfügung gestellt. Da ich noch nie zuvor selbst an einem Wiki gearbeitet hatte, betrat ich nun Neuland: Spannend! So erging es mir:

  • schnell eingearbeitet
  • gemeinsames Erarbeiten einer Struktur und der Kategorisierung
  • konnte nach kürzester Zeit Shortcuts verwenden
  • Programm finde ich selbsterklärend (z.B. auf der Seite „Datei hochladen“  – Tipps, in welcher Form Medien hochgeladen und gestaltet werden können. Ich habe ausprobiert,  mit den Befehlen zu spielen und war in kürzester Zeit in der Lage, Bilder rechts und links anzuordnen, die Größe zu ändern, Rahmen zu setzen oder Bildunterschriften einzufügen.)

Sie haben nun ein kleines Beispiel mit der MediaWiki-Software angelegt. Was ist Ihnen dabei eher leicht gefallen?

Die Arbeit am Wiki fand ich als sehr bereichernd und dadurch wir bereits im ersten Semester des Studiums eine eigene Homepage erstellen mussten, fand ich mich im Wiki grundsätzlich rasch zurecht und war auch mit keinen großen Schwierigkeiten konfrontiert. Oft benutzte ich diese Hilfe-Funktionen zum Wiki. Schnell startete ich mit dem Bearbeiten der Texte, dem Einfügen von Bildern und dem Verlinken intern und zu externen Seiten. Und schon nach kurzem Ausprobieren entstand die erste Subseite.

Die Lust, Seiten entstehen zu lassen und dann mit den Ergebnissen der StudienkollegInnen zu kollaborieren war geweckt. Learning by doing war die Devise.

Was ist Ihnen dabei eher schwer gefallen? Was sehen Sie als Nachteil?

Das Wiki so zu gestalten, dass es für LeserInnen und aktive BefüllerInnen praktisch ist, war stets eine grundlegende Voraussetzung. Zu Beginn empfand ich persönlich das Auffinden von Shortcuts etwas mühsam. Sobald aber klar war, dass der Texteditor eben nur das kann, was er halt kann:

Text fett, kursiv, Nummerierung, Aufzählung, diverse Ebenen (man darf nicht von den zahlreichen Optionen ausgehen, die uns beispielsweise Word bietet), wo man Informationen zu den Codes findet (wofür man wirklich keine besonderen Programmierkenntnisse braucht – nicht einmal viel HTML-Kenntnis ist von Nöten), wird vieles unkompliziert.

Das erste Einfügen eines Bildes erledigte ich nach genauer Vorgabe – es stellte sich schon als umständlich heraus: Bild hochladen, im Fließtext mit einem Dateinamen einbinden, dann noch die Bildgröße mittels Pixelzahl umändern. Hat man das aber einmal getan, ist es schon bald Routine.

Zum Glück gibt es die Aufzeichnung aller Änderungen in einer Historie. Somit sind Änderungen am Wiki immer nachzuvollziehen. An einer Stelle ist es mir beinahe gelungen, durch das Einfügen eines Bildes einiges an Text zu löschen. Mit nur einem Klick konnte ich aber die vorherige Version des Wikis wiederherstellen.

Möchte man zur vorigen Seite zurückkehren, gibt es keinen Button. Dies macht man über den Internetbrowser – das fanden wir einstimmig als nicht sehr professionell.

Als Nachteil empfand meine Gruppe auch, dass wir nicht synchron am Wiki arbeiten konnten. Dass das Wiki phasenweise meine Geduld sehr auf die Probe stellte durch die Geschwindigkeit, mit der es sich bearbeiten lässt – davon spreche ich hier eher nicht…

Wenn Sie verantwortlich wären, dieses Wiki in einer Organisation einzuführen oder publik zu machen – worauf achten Sie? Was ist aus Ihrer Sicht bei der Einführung besonders wichtig?

Würde ich in meiner Organisation ein Wiki einführen?

Diese Frage stellte ich mir während der Erstellung immer wieder. Als erstes würde ich fragen,

  • ob und mit wem das System kollaborativ bearbeitet werden kann,
  • Zielgruppe,
  • Zweck des Wikis,
  • welche Ressourcen werden zur Verfügung gestellt,
  • Zugriffsrechte vergeben
  • Rollenverteilung
  • Softwareauswahl

Zuallererst würde ich die erste Führungsebene der Organisation in die Grundlagenskizzierung miteinbeziehen, um den Rückhalt „von oben“ zu erlangen. Ein Verantwortlicher, der bereits Wikierfahrung mitbringt, würde die Implementierung auch erleichtern bzw. könnte Mitarbeiter motivieren, am Wiki mitzuwirken. Auf diese Mitwirkung vieler Teilhaber sollte auch in weiterer Folge geachtet werden, weil ansonsten der Verantwortliche bald alleine zuständig ist – das ginge am Ziel vorbei.

Es gilt genau zu klären, welcher Personenkreis aus welchen Abteilungen welche Berechtigungen im Wiki hat. Nur so kann auch sichergestellt werden, dass das Wiki verwendet, aktuell gehalten und effektiv genutzt wird.

Im nächsten Schritt muss die Struktur des Wikis durchdacht und von vornherein klar definiert werden, damit sich jeder User zurecht findet und Berechtigte das Wiki auch aktuell halten können. Diesen Punkt finde ich besonders wichtig, dass nach der Implementierung des Wikis dieses auch up to date bleibt – nicht nur Neues eintragen, sondern auch Veraltetes entfernen. Wer sollte ein veraltetes Wiki benützen? Dazu wird es für den Verantwortlichen (oder je nach Größe des Wikis für das verantwortliche Team) wichtig sein, die Mitarbeiter für neue Beiträge zu motivieren bzw. diese auch einzufordern. Dieser Prozess bedarf einer laufenden Betreuung. Spätestens an dieser Stelle ist zu erkennen, dass es für den Hauptverantwortlichen für das Wiki einen erheblichen Aufwand bedeutet, das Wiki adäquat zu betreuen – folglich ist es essentiell, dass dieser Person/diesem Personenkreis dementsprechend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Hinsichtlich Lizensierung  würde ich ein open-source Angebot dem commercial-source vorziehen.

 

Meine Conclusio: Die ersten Erfahrungen und Berührungspunkte mit Wiki waren sehr positiv und ich kann einen Lernzuwachs verzeichnen. Außerdem konnte ich ein Wiki im Rahmen der Lehrveranstaltung eLearning in diesem Studiensemester ebenfalls schon einarbeiten. Wiki ist meiner Meinung nach das Instrument, mit dessen Einsatz das Firmenmanagement das Zeichen setzt, dass es seinen Mitarbeitern Vertrauen entgegen bringt, weil jeder berechtigt wird, sein Wissen im Wiki weiterzugeben.

Gibt es jemanden mit Erfahrungen zu Wiki? Interessant wäre hier eine Diskussion mit Wikianwendern! Auf zur Diskussion in den Kommentaren 😉

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